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Nymphenburg Soldatenfigur, weiß

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0000611

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Details

eigepresster Rautenschild an Sockel oben und an dessen Unterseite, dort weiters: unterglasurgrün gestempelter Rautenschild mit ,, Nymphenburg " weiters eingepresst ,, 868 " od. ,, 898 " 

Zustand: sehr gut 

Maße: 7,5 x 9,5 x 25,5cm 

 

Geschichte: Nymphenburg

Seit 260 Jahren fertigt die Porzellan Manufaktur Nymphenburg in aufwändiger Handarbeit feinstes Porzellan. In nur einer Produktionsstätte weltweit, im nördlichen Schlossrondell in Nymphenburg, werden seit dem 18. Jahrhundert mit unveränderten Methoden Service, Figuren und Objekte aus Porzellan von höchster Qualität und Reinheit gefertigt.

Porzellan war bereits im Barock ein höchst begehrtes Gut. Bis dahin aus China importiert, versuchte man sich im 18. Jahrhundert auch in Europa mit der Herstellung des „weißen Goldes“. „Das Zerbrechlich-Zarte des Porzellans entsprach nicht nur dem Empfinden des Menschen jener Zeit – es spiegelte seine Vorliebe für alles Galante und Verspielte.“ (Dr. Anne Winkelmann, Deckeldose aus Biskuitporzellan) Dies gilt immer noch für die Kenner und Sammler Nymphenburg Porzellans, die dessen Qualität und Feinheit als einzigartig schätzen.

Die Geschichte der Porzellan Manufaktur Nymphenburg ist untrennbar mit der Geschichte des Hauses Wittelsbach verwoben. In der Regierungszeit des bayerischen Kurfürsten Max III. Joseph wurde am 11. November 1747 im Neudecker „Grünen Schlössl“ die erste Manufaktur mit Dreh- und Bossierwerkstätten, Maler- und Schreibstuben eröffnet. 1761 zog die Porzellanmanufaktur in die eigens für sie errichteten Gebäude im nördlichen Schlossrondell der Wittelsbacher Sommerresidenz in Nymphenburg ein und vollendete somit den komplexen Schlossbau.

Von Anfang an hat die Porzellan Manufaktur Nymphenburg Fachleute angestellt, um die Entwicklung der Produktion voranzutreiben. Joseph Jakob Ringler, der bereits in Manufakturen in Wien, Höchst und Straßburg gearbeitet hatte, gelang es wenige Jahre nach der Gründung auch in Nymphenburg die komplizierte Porzellanproduktion zu implementieren. So konnte dem Kurfürsten Max III. Joseph vom damaligen Oberbergdirektor Sigmund Graf von Haimhausen 1754 das erste hauseigene Porzellan präsentiert werden.

Schon früh nach der Gründung begann die Porzellan Manufaktur Nymphenburg eine bis heute erfolgreiche Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern. Mit dem Tessiner Franz Anton Bustelli, der ab 1754 als Modellmeister die künstlerische Leitung der Porzellan Manufaktur Nymphenburg übernahm, gelangte sie schließlich zu Weltruhm. Seine Rokoko-Entwürfe, vor allem sein Hauptwerk – die 16 Figuren der Commedia dell’Arte –, zählen unbestritten zu den kunstvollsten Produkten seiner Zeit. Unter der Leitung von Bustelli wurde, gemeinsam mit dem Maler Joseph Zächenberger, das kurfürstliche Service „Rokoko“ entworfen, das in der nächsten Generation vom „Bayrischen Königsservice“ nach einem Entwurf von Dominikus Auliczek abgelöst wurde. Dieses Service der Form „Perl“, das erstmals einem Service eine 12-Eck-Form zugrundelegte, war bis 1900 exklusiv dem bayrischen Hof vorbehalten.

Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts waren es vor allem Personen wie Friedrich von Gärtner, Adelbert Niemeyer, Josef Wackerle und Wolfgang von Wersin, die das Renommée der Manufaktur auch über finanziell schwierige Zeiten hinweg weiter beförderten. Ab 1888 wurde die Porzellan Manufaktur Nymphenburg unter Federführung der Familie Bäuml als offene Handelsgesellschaft geführt und wieder aufgebaut, bis sie schließlich 1975 dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds übertragen wurde. Seit 1996 steht die Porzellan Manufaktur Nymphenburg unter dem Patronat von S.K.H. Herzog Franz von Bayern. Im Oktober 2011 übernimmt Prinz Luitpold von Bayern die Porzellan Manufaktur Nymphenburg vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds.

Im Geiste der Anfänge der Porzellan Manufaktur Nymphenburg sind es auch heute wieder international anerkannte Designer und Künstler, die das Profil der Manufaktur prägen: Barnaby Barford, Konstantin Grcic, Hella Jongerius, Reed Kram und Clemens Weisshaar, Gustavo Lins, Ted Muehling, Khashayar Naimanan u.a. haben in den letzten Jahren wegweisende Entwürfe zeitgenössischen Porzellandesigns präsentiert.

Die Porzellan Manufaktur Nymphenburg fertigt als eine der letzten weltweit noch jedes Einzelteil in reiner Handarbeit. Dies schätzen Kenner und Sammler, doch „die Verwunderung eines Bestellers über die Auskunft, die Lieferung eines vielteiligen Services beanspruche zwei Jahre Frist, lässt erkennen, wie weit wir uns schon von der Würdigung künstlerischer und kunsthandwerklicher Arbeiten entfernt haben.“ (Karl Spengler, Die schönste Botschaft Bayerns an die Welt, München 1954, S. 9)

 

Seit ihrer Gründung vor 260 Jahren zählt der internationale Hochadel ebenso zur Klientel der Porzellan Manufaktur Nymphenburg wie Botschaften, Kirchen und Paläste im In- und Ausland. Die Produkte der Porzellan Manufaktur Nymphenburg wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und befinden sich in den weltweit bedeutendsten Designsammlungen wie dem MoMA und dem Cooper Hewitt National Design Musem in New York, dem Stedelijk Museum Amsterdam, der Fondation Nationale in Paris, dem Kunsthistorischen Museum Wien oder der Neuen Sammlung in der Pinakothek der Moderne in München.

 

Sieben Jahre nachdem Kurfürst Max III. Joseph von Bayern die kurfürstliche Porzellan Manufaktur gegründet hatte, veranlasste er, dass alle hergestellten Porzellane auf der Unterseite mit einer Marke gekennzeichnet werden sollten – einem Bild des Wittelsbacher Rautenschilds, dessen Spitzen zu dieser Zeit von links unten nach rechts oben wiesen. Im Wandel der Jahre präsentierte sich das Markenzeichen der Porzellan Manufaktur Nymphenburg in einer Fülle von Variationen. Das Signet wird heute genauso wie damals von Hand mit einem kleinen Stempel aus Biskuitporzellan in die weiche Masse gepresst. Eine Aufgabe, die nur den erfahrensten Kunsthandwerkern zukommt, die jedem Objekt neben den Rautenschild auch ihr Namenskürzel einprägen und so die persönliche Verantwortung für die Qualität ihres Produktes ausdrücken.

Bei allen unterschiedlichen Darstellungen, die das Zeichen auf der Unterseite der Objekte mit der Zeit erfuhr, bleibt es doch stets wiedererkennbar: Die symmetrische Form ergibt sich aus zwei konkaven Schwüngen nach oben, den konvexen Einziehungen an den Seiten sowie ein- und ausschwingenden Linien zur Spitze nach unten. Das Feld ist mit einem Rautenrelief gefüllt.

Die stetigen Änderungen der Stilistik/Heraldik des Wappens sind Spiegel der 260-jährigen Manufakturgeschichte. Kennern bieten die Signets Anhaltspunkte zur Datierung. Wie bei kostbaren Aubusson-Tapisserien oder Papieren mit Wasserzeichen hat die Marke der Porzellan Manufaktur Nymphenburg den Status eines Gütesiegels. Sie verbürgt für höchste Herstellungsqualität und wird weltweit als Markenzeichen Nymphenburgs wiedererkannt.

Sämtliche Figuren werden außerdem mit einer Modell-Nummer gekennzeichnet, manchmal verbunden mit der Größenangabe I/II sowie der Nummer des Formers. Geschirrteile erhalten eine drei- bis vierstellige Modell-Nummer sowie eine einstellige Nummer für ihre Größe.

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